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Schülerbibliothek

                                         Ein all-täglicher Lern- und Leseort
Seit der Eröffnung des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums 1964 gibt es im Tiefgeschoss des Hochhaustraktes eine Schülerbibliothek – eine von zur Zeit ca. 60 schuleigenen Bibliotheken, die im Allgemeinen von Lehrern oder Eltern betreut werden. Nur sechs Mitarbeiterinnen der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle (SBA) der Stadtbibliothek arbeiten hauptamtlich in einer Bibliothek, eine davon am BvS-Gymnasium. Seit 1979 betreut Renate Engels diese Stelle.

In dieser Zeit hat es als Folge der intensiven Nutzung des Bibliotheksangebotes zwei Vergrößerungsumbauten gegeben, die letzte im Jahr 2000, sodass zur Zeit auf ca. 200 qm rund 9000 Medien angeboten werden können, ferner zwei Tageszeitungen ("Frankfurter Rundschau", "Das Handelsblatt"), eine Wochenzeitung  ("Die Zeit") sowie die Monatszeitschriften "GEO", "GEOlino" und "National Geographic". Schließlich gehört eine Vielzahl verschiedenartiger Gesellschaftsspiele zum Bestand der Bibliothek. Von den etwa 1.100 Schülerinnen und Schülern zählen ca. 750 zu den mehr oder weniger regelmäßigen Nutzern. Sie entleihen pro Jahr 39.000 Medien, davon 16.600 mal Romane und 22.400 mal Sachbücher und Zeitschriften.

Seit neuestem ist die Bibliothek zur Stadtteilbibliothek für das benachbarte Knappenviertel erweitert worden, wodurch zum bisherigen, mehr jugend- und schulbezogenen Angebot Erwachsenenromane, Bastel-, Koch-, Heimwerker- und ähnliche Bücher sowie Gesundheitsratgeber hinzugekommen sind. Für die Öffnungszeiten bedeutet diese Erweiterung die Präsenz von Frau Engels nicht nur schultäglich von 8 bis 12 Uhr, sondern auch dienstags von 13 bis 18 Uhr. Die Erweiterung hat ferner einen Online-Zugang zu den Katalogen aller städtischen Bibliotheken in Oberhausen mit sich gebracht mit der Möglichkeit aus der Hauptstelle sowie allen Zweigstellen die verfügbaren Medien direkt in die BvS-Schülerbibliothek geliefert zu bekommen. Zusätzlich besteht das Angebot in den auswärtigen Leihverkehr einbezogen zu werden.

Eine Bibliothek – zumal eine, die sich insbesondere an Jugendliche wendet und in der Konkurrenz zu anderen Medien– und Freizeitangeboten bestehen möchte – "lebt" von einem attraktiven Bestand und aktuellen Neuanschaffungen. Dafür stehen Frau Engels pro Jahr 3.000 DM aus dem BvS-eigenen Schuletat zur Verfügung. (Bis 1998 kam ein ebenso großer Betrag aus Landesmitteln hinzu, der aber seitdem ersatzlos gestrichen ist.) Seit der Erweiterung zur Stadtteilbibliothek stehen für die neuen Leserkreise zusätzlich 5.000 DM aus Mitteln der Stadtbibliothek zur Verfügung. Außerdem steuert der Förderverein jährlich 2.000 DM für den Etat bei.

Was die Verzahnung mit dem Schulalltag betrifft, wendet sich die Schülerbibliothek an alle Stufen und an alle Fächer, wobei Biologie, Deutsch und Geschichte an der Spitze liegen. Darüber hinaus ist es Frau Engels ein wichtiges Anliegen zur Leseförderung der Schülerinnen und Schüler, vor allem der jüngeren Jahrgänge, beizutragen sowie sie zur regelmäßigen Arbeit mit einer Bibliothek hinzuführen. Dazu dienen die Führung aller 5er-Klassen durch die Bibliothek und ein Bücherquiz für die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen. Jedes zweite Jahr finden ferner im Rahmen der Oberhausener Jugendbuchtage Autorenlesungen für einzelne Klassen statt. Schwerpunktmäßig für Oberstufenkurse besteht das häufig genutzte Angebot mit dem gesamten Kurs während der entsprechenden Unterrichtszeit in der Bibliothek zu arbeiten. Regelmäßige Buchausstellungen in Schaukästen außerhalb der Bibliotheksräume zeigen den Schülerinnen und Schülern die Neuanschaffungen, ferner Literatur zu aktuellen Fragen bzw. Anlässen oder das vorhandene Angebot zu einzelnen Themenkreisen. Nicht zuletzt gehören aber auch Bastelaktivitäten sowie die Möglichkeit während einer Freistunde hier zu arbeiten oder das Spieleangebot nutzen zu können zu den gefragten Möglichkeiten dieser Bibliothek.

Was Ideen zur Weiterentwicklung der Arbeit mit und in der Bibliothek betrifft, so sollte und könnte insbesondere die Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern bzw. die Verzahnung mit dem alltäglichen Unterricht intensiviert werden. Zur Steigerung der Attraktivität könnte die Ausweitung auf andere Medien, d. h. auf CDs, CD-ROMs und Videos sowie die Ergänzung des Spieleangebots beitragen. Auch an einen bibliothekseigenen Internetzugang ist für die Zukunft gedacht. Schließlich sollte die Ausdehnung der Öffnungszeiten auf den gesamten Schulvormittag, d. h. bis 13.30 Uhr, sowohl im Interesse der Bibliothek als auch im Interesse der Lehrerinnen und Lehrer liegen.

Aber auch schon ohne die Realisierung derartiger "Visionen" lässt sich abschließend sagen: Die BvS-Schülerbibliothek profitiert – im Vergleich zu allen anderen Schulbibliotheken – von der überdurchschnittlich positiven Einstellung sowohl der Schulleitung, der Lehrerinnen und Lehrer als auch der Schülerinnen und Schüler zu diesem Lern- und Leseort.